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Reiten

Das Pferd schreitet frei und motiviert voran. Im Wald ist es ruhig und frisch, es riecht nach Harz: absoluter Frieden. Auf Feld- und Wiesenwegen kann ich über die Landschaft sehen, vielleicht einige Sonnenstrahlen genießen oder im Trab etwas Strecke gewinnen. An den Wegen gibt es verschiedenste Sachen zu entdecken: alte Bäume, seltene Gewächse, Steingräber, Moorlandschaften, Gehöfte, schön angelegte Häuser und Gärten, Wildtiere, freundliche Menschen... Durch Ortschaften oder entlang von befahrenen Straßen freue ich mich über mein verkehrssicheres Pferd, das sich von kulturellen Errungenschaften wie Mototrräder, Treckern oder Sattelschleppern nicht beunruhigen lässt.

Wanderreiten führt mich zurück zu den wirklich notwendigen Dingen im Leben: Ich kann den Tag mit einer Flasche Wasser und ein bisschen Essen verbringen. Die gleichmäßige Bewegung des Pferdes bringt alle meine körperlichen Funktionen ins Gleichgewicht und Sorgen oder schwere Gedanken haben keinen Platz mehr. Es ist ein ganzheitlicher Gesundheitsfaktor.
Ich gebe ja zu: bei schönem sonnigen, nicht zu heißem Wetter macht das Ganze am meisten Spaß - aber ich kann es mir nicht immer aussuchen. Und es hat tatsächlich etwas für sich, den Wind, den Regen oder sogar Schnee auf dem Pferderücken zu erleben. Wir spüren das Wetter und die Elemente. Wir können den Himmel beobachten und entwickeln ein Gespür für die Entwicklung des Wetters in den nächsten Stunden. Also wirklich: Wann gibt es sonst schon mal die Gelegenheit dafür?
Natürlich gibt es auch die andere Seite: Das Pferd stolpert, wird hektisch, läuft nicht mehr gleichmäßig oder schnappt ständig nach Gras: Es ist Zeit für eine Pause. Wanderreiten ist eine gegenseitige Angelegenheit: Das Pferd bringt mich vertrauensvoll durch verschiedenste Situationen und ich habe immer ein Auge auf seine Verfassung. Ich merke, ob es unter- oder überfordert ist und lege daraufhin eine Trabstrecke oder eine Pause ein oder ich steige ab und führe ein Stück.

Am Abend kommen wir im Quartier an. Den letzten Kilometer habe ich bereits geführt und den Sattelgurt um ein Loch gelockert.
Am Ziel schnalle ich den Strick in das Halfter ein und nehme die Trense ab. Mein Pferd steht geduldig still und wartet, bis auch Gepäck uns Sattel vom Rücken verschwunden sind. Anschließend wird die Sattellage geputzt und damit massiert und das Pferd bekommt eine Decke übergelegt, die mit einem Gurt fixiert wird. Es verbringt die Nacht auf einem Paddock mit Heu oder auf einem Stück Weide - später bekommt es seine Ration Kraftfutter.
Dann kann ich mein Quartier beziehen - meistens richte ich mich mit Schlafsack und Isomatte ein. In komfortablen Quartieren gibt es auch Betten.
Bis das Abendessen bereit ist, nehme ich mir eine Tasse Tee und setzte mich neben den Paddock und beobachte mein Pferd.
Am nächsten Morgen mache ich den Paddock sauber, füttere Heu und kontrolliere das Wasser. Dann gibt es für das Pferd eine Ration Kraftfutter und für mich Frühstück. Nachdem ich meine Sachen zusammengepackt habe  wird das Pferd gesattelt und bepackt und es geht weiter auf die nächste Strecke.
Jeder Wanderritt gibt mir die Gelegenheit, ganz eng mit meinem Pferd zusammenzuwachsen. Die Beziehung und das Vertrauen vertiefen sich.

Ein gutes Wanderreitpferd muss man sich erarbeiten. Dazu gehört eine sinnvolle Gymnastizierung auf dem Reitplatz und ein Aufbautraining im Gelände. Wenn Ihr Euch auf den Weg machen wollt, freue ich mich, Euch in den Lehrgängen oder auf Wanderritten oder im Reitunterricht kennenzulernen.
Ich freue mich über eine Nachricht.

 
 
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